Posts Tagged ‘Presse’

SPIEGEL Online über “RACER”

spiegel online

Spiegel Online berichtet nun auch über uns:
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,712235,00.html

New York Times über “RACER”Projekt

Finally we reached the United States! :)

“Recreating a Classic Video Game With Radio-Controlled Cars”
By JONATHAN SCHULTZ

Coroflot – Featured Gallery

coroflot

Beim Online Portoflio Portal Coroflot wurde unser Projekt zu 39 Stufen gefeatured.

coroflot pokal
“Everyday thousands of new images get uploaded to Coroflot, and only a handful are featured, so it’s kind of a big deal. Keep the great work coming!”


da sagen wir mal schönen Dank!
Unser Profil kann hier betrachtet werden:

www.coroflot.com/sputnic

Handwerker mit Leidenschaft
WZ Artikel über sputnic

quer

Am 13.10.2009 aus der Serie “Werkschau” in der WZ
geschrieben von Christoph Elles

neben Provokation beherrschen die Sputnics auch leise Töne

Auf einmal sind sie berühmt, zumindest in Krefeld. Im Sommer hat die halbe Stadt über die Sputnics und ihre waghalsige Kunstaktion gesprochen: mittels professionell gestalteter Broschüren suchten sie als Investorengruppe Wostok Geldgeber für den Umbau des Museums in eine Einkaufsmeile. Als die Scharade vom Kaiser-Wilhelm-Center enttarnt wurde, war bereits viel Verwirrung entstanden, einige Politiker inklusive Oberbürgermeister hatten sich mit Dementi blamiert.
Im Museum spinnen Nils Voges, Malte Jehmlich und Nicolai Skopalik ihre sarkastische Vision mit neun Stunden Videobildern fort: Ein Wachmann dreht im Kaiser-Wilhelm-Center einsam seine Runden, legt weiße Linien aus und reißt sie wieder ab. Es ist die leise, subtile Seite der Sputnics, die hier sichtbar wird. “Wir sind froh, dass wir einen anderen Ton reinbringen können”, sagen die drei, die am liebsten als Kollektiv zitiert werden. “Auch wenn die Arbeit dem Betrachter viel mehr abverlangt”.
Beide Werke gemeinsam, die schrille Ironie-Attacke und die lakonischen Filmbilder – regen gerade durch ihre Gegensätzlichkeit zum Nachdenken an: “Im Idealfall setzen sich die Leute mit der Rolle des Museums und der Zukunft einer Stadt auseinander.”
(weiterlesen…)

Party im Kaiser-Wilhelm-Museum

Es wird der Adobe Flash Player benötigt und im Browser muss Javascript aktiviert sein..

WZ Foto: Dirk Jochmann alle Anderen Fotos: sputnic
Danke an Jan Voges für die Unterstüzung beim VJing und Philip Lethen für das DJ Duell

Graffiti, Pop und Party im ehrwürdigen Museum
von Dagny Skiba
WZ 4.Oktober 2009 (auch online mit Fotogalerie)

Die leerstehende zweite Etage wird zum Schauplatz einer ausgelassenen Party.
Die Künstler sorgen für Musik und Videobilder.

Krefeld. So hat man das altehrwürdige Museum am Karlsplatz noch nie gesehen: Die Räume sind in buntes Licht gehüllt, laute Musik erklingt, eine Video-Performance der Künstlergruppe Sputnic sorgt für irritierende Bilder. Die Party zur aktuellen Ausstellung „Quer geschnitten!“ im Kaiser-Wilhelm-Museum zieht am Samstag auch viele junge Leute an. (weiterlesen…)

Künstlergespräch und Party im Museum

ivo2

Am 3. Oktober um 19Uhr gibt es das öffentliche Künstlergespräch mit
sputnic und Ivo Lucas (siehe Bildausschnitt) in der Cafetaria des Kaiser Wilhelm Museums.
Wer also Fragen hat zu unserem KWC Projekt hat, ist eingeladen sie uns zu stellen!

Danach ist die lang erwartete Quergeschnitten Party im großen Saal.
Wir sind zusammen mit Philip Lethen verantwortlich für die Musik
und natürlich fürs VJing.

Kommt alle Zahlreich!

Pressestimmen

kwc2

Was für ein Auftakt. Mehrere Hundert Besucher kamen zur Eröffnung der Quer geschnitten Ausstellung. Der Oberbürgermeister stellte in seiner Rede nochmal klar, dass kein Einkaufszentrum aus dem Kaiser Wilhelm Museum würde und man bescheinigte unseren Arbeiten internationale Größenordnung.
Im arthellweg Verlag ist der lohnenswerte Ausstellungskatalog erschienen, nicht zuletzt wegen des hervorragenden Einführungstextes von Thomas Janzen.

Wir Danken an Dieser Stelle nocheinmal für die Unterstützung bei diesem Projekt:
Thorbjörn, Klaus Schmidt, Michael Zirlewagen, Jan Voges und Michael Seidel.

Dann fassen wir jetzt mal zusammen was Presse zu unseren Arbeiten KWC I und II
geschrieben, bzw gesendet hat. Wir vervollständigen diesen Artikel nach und nach und beginnen mit WDR5:

scala // WDR5

Auszug aus dem Beitrag: Quer geschnitten! Kunst aus Krefeld heute
Autorin: Christel Wester, Gesendet am 27.August
Download der Sendung von der WDR 5 seite: HIER

[...] “Möglich wurde die Ausstellung letztendlich durch eine höchst unglückliche Sitauation des Museums. Im Frühjahr 2008 hatte die Sammlerin Helga Lauffs ein riesen Werkkonvolut zurückverlangt, das
dem Museum für viele Jahrzehnte als Leihgabe zur Verfügung stand. Nun muss der Verbleibende Bestand neu geordet werden. Und nach langen Diskussionen wird auch das Haus endlich saniert.
Das Kulturpolitische Gezerre und Gezänk ums Geld hat die Künstlergruppe sutnic zu einer großartugen Satire inspiriert. Die Künstler gaben sich als investoren aus und starteten eine fiktive Werbekampagne in der ganzen Stadt: Das Kaiser Wilhelm Museum sollte in ein Shopping Center umgewandelt werden.
Eine Kamagne, die Unruhe stiftete, zumal die Kommunalwahlen vor der Tür stehen.
Nicolai Skopalik, einer der drei sputnics: “Es gibt letztendlich einige Probleme wo man die Verantwortung nicht der Politik zuschieben kann sondern eben auch den krefelder Bürgern, die diesen Schatz, den es hier ja gibt – es ist eine ungwahrscheinlich großartige Sammlung, scheinbar nicht wahrnehmen. Und diese ganze Diskussion wollten wir anregen und darauf aufmerksam machen.”

Der Gruppe sputnic ist allerdings nicht nur eine subversive Aktion gelungen, sondern auch eine höchst sehenswerte Videoarbeit, die allein schon den Besuch lohnt. Auf kleinen Überwachungsmonitoren wagen sie den Blick in die Zukunft: Da hat das Shopping Center längst Konkurs gemacht und ein einsamer Wachmann beginnt mit Klebestreifen Ornamente durch das Haus zu ziehen.
Auf den Ruinen des Kapitalismus entsteht neue Kunst.”

Vorwort Ausstellungskatalog

Quer geschnitten! Kunst aus Krefeld heute
ISBN: 978-3-938966-17-4
Thomas Janzen

“[...]Es ist ein Schreckgespenst, das die Krefelder Künstlergruppe sputnic hier heraufbeschwört, vielleicht auch eine Mahnung. Gleichzeitig drückt sich in der Videoinstallation, die eigens für die Ausstellung im Kaiser Wilhelm Museum geschaffen wurde, ein Glaube an die Subversive Energie künstlerischen Handelns aus. [...]“

Kaiser Wilhelm Center Aktion sorgt für Aufsehen

kwm

Mit unserer Aktion Kaiser Wilhelm Center I hat der erste Teil unserer Arbeit für die Quergeschnitten Ausstellung (siehe letzter Blog Eintrag) für Aufsehen in Krefeld gesorgt. Reaktionen können hier verfolgt werden:

Wir wollten eine Kontroverse provozieren, WZ 20.August
Künstler narren Politik, RP 18.August
Kommerz statt Kunst, RP, 17.August
Künstler narren die Stadt, WZ 17.August
Umfrage zur Aktion der WZ
Krefelder Kreis

Mehr Informationen zu dem Projekt:

www.kaiser-wilhelm-center.de
www.wostok-int.com

wir verschicken auch gerne einen informativen Farbprospeckt
an euch. Schickt uns einfach einen frankierten Rückumschlag

Südstadt: Best European Independent Animation 2008

verleihung4

Südstadt ist in Warschau beim Grand Off - European Off Film Award als bester Animationsfilm ausgezeichnet worden.

Wir freuen uns und bedanken uns noch einmal bei all unseren Freunden und Helfern: der Preis gilt auch Euch!

sputnic-grand-off-award
Foto: Sergey Twob

Mehr Bilder der Verleihung hier:
http://www.grandoff.eu/galeria/

Presse Artikel

03.12.2008 Rheinische Post: Filmpreis für Krefelder

Krefeld (RP) Für ihren Animationsfilm „Südstadt“ sind die drei Krefelder Malte Jehmlich, Nicolai Skopalik und Nils Voges am Wochenende in Warschau mit dem europäischen Filmpreis „Off Film“ ausgezeichnet worden. Die Künstlergruppe, die sich „sputnic“ nennt, legte im Herbst 2007ihr Examen im Fachbereich Design an der Hochschule Niederrhein ab. Der 13-minütige Puppenanimationsfilm wurde erstmals in der Fabrik Heeder gezeigt, und von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden bereits mit dem Prädikat „Wertvoll“ ausgezeichnet. Eine 48-köpfige Jury mit Filmschaffenden aus verschiedenen europäischen Ländern wählte die Sieger aus. „Sputnic“ erhielt den Preis am 29. November im Warschauer Capitol Theater vor 500 geladenen Gästen. Der Film „Südstadt“ wird nun in 21 Kinos in ganz Polen gezeigt.

And the winner is….Sputnic!
HS Niederrhein
von: Rudolf Haupt, Montag, 8.Dezember 2008
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit HS Niederrhein

Warschau ist nicht Los Angeles, aber ein wenig wie Oscar-Gewinner durften sich Nils Voges und Malte Jehmlich (Foto von links) beim „Grand Off“ in der polnischen Hauptstadt trotzdem fühlen, wo jetzt die europäischen Film-Preise vergeben wurden. Zusammen mit Nick Skopalik wurden sie für ihren Film „Südstadt“ mit dem Preis für den besten Animationsfilm ausgezeichnet. Mit ihm schloss das Trio, betreut von den Professoren Silvia Beck und Thomas Klegin, sein Design-Studium an der Hochschule Niederrhein ab.

Als „Sputnic“ arbeiten die drei seitdem als freischaffende Designer und Medienkünstler. Größere Aufträge lieferten sie an diversen Schauspielhäusern ab. Für das Stück „Alice – eine Expedition ins Wunderland“, das bis Ende des Jahres im Schlosstheater Moers gezeigt wird, entwarfen sie Bühnenbild, Kostüme und Videoanimationen.

Sputnic-Porträt in der Vertical

Vertical, No.32,Dezember 2008
Text: Agnes Absalon
pdf Asugabe ab 5. Dezember hier

vertikal1

Sputnic
Weggefährten


Kreativität verbindet. Das haben Malte Jehmlich (28), Nicolai Skopalik (30) und Nils Voges (30) während ihres Designstudiums an der HS Niederrhein erkannt. Freunde waren sie schon lange, aber ihr erstes gemeinsames Projekt für die Krefelder Band Jansen ließ sie erkennen, dass sie auch auf professioneller Ebene gut miteinander können. Sie bauten eine Stadt aus Pappe für die DVD „Für 15 Euro nasses Hundekino“. Daraus gestalteten sie eine außergewöhnliche Menü-Navigation. Als das Werk vollbracht war, brauchten sie einen gemeinsamen Namen für das DVD-Cover. Die Wahl fiel auf „Sputnic“, das russische Wort für Weggefährten.

Das Wort Sputnic spiegelt auch die Arbeitsweise von Malte, Nicolai und Nils wieder. „Wir stehen auf Low-Fi und greifen gerne auf ältere Technologien zurück“, sagt Malte. „Wir versuchen mit einfachen Mitteln komplexe, charmante Sachen auf die Beine zu stellen. Pappe ist unser Fetisch – wir kommen vom Cutter einfach nicht los.“ So war das auch bei ihrer Diplomarbeit. Anderthalb Jahre lang arbeiteten sie an dem Stop-Animationsfilm „Südstadt“, der in Krefeld wie eine Bombe einschlug und für Begeisterung sorgte. Der Film über einen pflichtbewussten Postboten, der aus einem idyllischen Vorort ins Ghetto versetzt wird, ist eine Geschichte übers Scheitern. Der Postbote wird von seinem Job überfordert. Defekte Briefkästen, sein Arbeitgeber und merkwürdige Gestalten machen es ihm schwer, seinen Auftrag zu erfüllen. Sputnic haben sich von Krefelds Südstadt inspirieren lassen. Mit viel Liebe zum Detail haben sie ganze Straßenzüge nachgebaut. Die Puppen entstanden aus Draht und Schaumstoff. Das Drehbuch lieferte Klaus M. Schmidt, für die Musik war Philip Lethen zuständig. „In diesen Film sind auch definitiv unsere eigenen Ängste eingeflossen, die Verlorenheit kurz vor dem Ende des Studiums“, berichtet Malte und fügt lachend hinzu: „Und manchmal waren wir auch von der Arbeit an dem Film überfordert.“ 12.30 Minuten lang ist das Werk geworden, 16.000 einzelne Bilder fügen sich zu einem Ganzen. Die Premiere wurde im September 2007 in der Fabrik Heeder gefeiert, als Note gab’s eine glatte 1,0. „Südstadt“ ist momentan auf Reisen und wird auf Kurzfilm-Festivals weltweit gezeigt. Japaner, Polen, Italiener, Engländer und Niederländer durften sich unter anderem bereits daran erfreuen.

Nach anderthalb Jahren intensiven Aufeinanderhockens in einem vier mal vier Meter kleinen Raum in einem Atelierhaus an der Gladbacher Straße folgte die Post-Projekt-Depression. Malte und Nils machten erst einmal lange Urlaub. „Es war aber seit unserer Gründung klar, dass wir als Team zusammenarbeiten und davon leben wollen“, sagt Malte. „Seither bieten wir Animation und bewegte Grafik für Film, Fernsehen und Web an, machen Musikvideos, Webseiten und Illustrationen, gestalten CD-, DVD-, und Buchcover und entwickeln Flyer und das Corporate Design für Firmen aus dem Kulturbereich.“ So stammen unter anderem die Werbemittel des Kreschtheaters aus dem Sputnic-Studio. „Wir machen das nicht ausschließlich fürs Geld, sondern müssen auch immer hinter den Projekten stehen, für die wir arbeiten.“

Sputnics letztes Projekt war wieder eine neue Herausforderung. Die Jungs haben für das Schlosstheater Moers das Stück „Alice – Eine Expedition ins Wunderland“ mitgestaltet. Zwar haben sie auch schon zuvor Videos für Inszenierungen geliefert, aber diesmal sind sie für das optische Gesamtpaket verantwortlich: Bühnenbild, Kostüme und die Videoanimationen stammen von ihnen. „Wir scheuen nicht vor Neuem zurück“, sagt Malte. „Sonst wäre das ja auch ziemlich langweilig.“

Im Moment fühlen sich die Medienkünstler wohl in Krefeld. „Wir mögen diese Stadt“, sagt Malte, der als einziger des Trios ein Hinzugezogener ist. „Manchmal ist sie uns zu eng, manchmal finden wir sie gemütlich – und im Winter ist es eher schlimmer hier.“ Diskussionen übers Gehen kämen immer wieder auf, „aber schließlich sind wir immer noch hier“.

————–
Vieles zum Reinhören und Anschauen von Sputnic auf
www.sputnic.tv

„Alice – Eine Expedition ins Wunderland“ wird im Schlosstheater Moers im Dezember an folgenden Terminen aufgeführt:
11., 12. & 20.12. um 19.30 Uhr, 21. & 31.12. um 18 Uhr
————–

Hobnox Platzierung

hobnox

Danke fürs Abstimmen bei hobnox

Allen die für uns Abgestimmt haben ein herzliches Dankeschön!
Von 326 Plätzen sind wir immerhin unter die ersten 10 gekommen!
Der Film ist jetzt wieder offline! Ihr könnt aber noch hier auf der Seite den Trailer ansehen…

Hier hab ich nochmal die schönsten Kommentare zu unserem Film zusammengefasst:

pbetrass 08.02.2008 20:42
Hallo Sputnic, als Euer Briefträger vom Südbezirk fühle ich mich geehrt so einen solchen tollen Film wie “SÜDSTADT” fast als Erster erhalten zu haben. Die Begeisterung meiner Kollegen ist unbeschreiblich. Ich wünsche Euch viel Erfolg und drücke Euch die Daumen. Grüße von Eurem Briefträger Arno

goldstueck 07.02.2008 01:24
toll animiert. hab mich in den postboten verliebt.

wittepgp 06.02.2008 19:16
Inhaltlich etwas fragwürdig, Mädels und Jungs…Saufen am frühen morgen…mit kaputten Typen rumhängen….post klauen….hartz 4 mentalität…..aber vielleicht bin ich einfach zu alt oder hab immer noch zu wenig gesoffen. Deshalb aus rein ästhetischen Gründen von mir *****

Benstyles 29.01.2008 22:55
Incredible, awesome, fantastic, genious. I got to watch it again. And the music, especially at the beginning and end – how lovely. Yeah, characters, animation, style, story, lightening, editing … did I forget something? Sure set is nice, too : – ) Overall: Simply amazing.

philter 25.01.2008 22:59
hach… Heimatgefühle… ;-)

trenncost 24.01.2008 10:29
you don´t have to enlarge your penis size anymore. dat ding is großartig genug. good luck aus berlin

michael 23.01.2008 22:45
Großartig. Alles sehr liebevoll. Und das aus Krefeld. Ganz nach dem Motto : “Unser Schorf soll Döner werden”

care 23.01.2008 19:54
Sehr schönes Stück. Bisschen Kafka, bisschen Nosferatu. Kompliment.

neuer Artikel in der WZ

briefberge

WZ, 4. Februar 2008, von K. M. Schmidt

Wettbewerb: Junges Designer-Trio will einen Filmpreis

Über eine Online-Plattform können die Krefelder mitbestimmen, ob der Streifen „Südstadt“ zum Festival nach Berlin kommt.

Krefeld. Ein Streifen, der schon manchen Zuschauer begeistert hat. Im letzten September feierte in der Fabrik Heeder der Animationsfilm „Südstadt” Premiere. Die drei Studenten Malte Jehmlich, Nils Voges und Nicolai Skopalik hatten mit dem Streifen ihr Designerexamen an der Hochschule Niederrhein mit Bravour bestanden. Und die WZ hatte mehrfach über das Projekt berichtet. Neu ist, dass nun Krefelder dafür sorgen können, dass dieser Film auch einen Preis erhält. Er hat es verdient.

Die Arbeit des jungen Designer-Trios wurde inzwischen auch mit dem Senatspreis der Hochschule für das beste Diplom 2007 im Fachbereich Design ausgezeichnet. Für befristete Zeit, und zwar noch bis zum 8. Februar, ist „Südstadt”, in dem der Krefelder unschwer den Südbezirk seiner Stadt wiedererkennen kann, im Internet zu sehen.

Als „Online-Entertainment-Plattform” will sich die neue Internetseite www.hobnox.com etablieren. Dort will man Musik- und Videokultur für junge Leute präsentieren. Die Seite hat ihre Web-Präsenz mit einem Wettbewerb gestartet, auf dessen Gewinner lukrative Preise warten. Teilnehmen kann man in den Kategorien Musik, Urban Culture und Film; in letzterer haben sich die „Südstadt”-Macher, die unter dem Namen „sputnic” agieren, mit ihrem Film beworben.

In jeder Kategorie gibt es einen Ausscheidungswettbewerb, bei dem zunächst die Besucher der Seite per Abstimmung das Sagen haben. Die drei Bestplatzierten werden zu einem Festival nach Berlin eingeladen, wo eine Jury pro Kategorie je einmal 25000 Euro als ersten Preis vergibt.

„Es wäre natürlich schön, wenn uns die Krefelder unterstützen”, sagt Nils Voges, „und für uns ihr Votum abgeben.” Wer das möchte, geht so vor: Im Internet die Seite „www.hobnox.com” aufrufen, dann zunächst den Link „submissions”, dann die Kategorie „Film” anklicken.

Im Moment ist „Südstadt” aussichtsreich auf den ersten 24 Plätzen unter 361 Mitbewerbern zu finden. Wer eine Bewertung abgeben möchte, muss sich unter „Sign up” auf der Seite anmelden. Dies ist übrigens kostenlos und zu nichts verpflichtend.

Artikel über SÜDSTADT in der PLUGGED

In der aktuellen PLUGGED ist ein neuer Artikel über uns erschienen:
Heft 1.2008

suedstadt_plugged

Des Briefträgers Alptraum

Ein Film über das Scheitern, so bezeichnen Malte Jehmlich, Nikolai Skopalik und Nils Voges von sputnic ihren Puppentrickfilm “Südstadt”, in dem die Versetzung in den finsteren Bezirk seiner Stadt für einen pflichtbewussten Postboten zum Alptraum wird: Defekte Briefkästen, vertauschte Hausnummern und merkwürdige Gestalten machen es ihm schwer seinen Auftrag zu erfüllen.
Alles andere als gescheitert sind die drei Filmemacher mit ihrem Projekt. “Südstadt” entstand im Rahmen einer Diplomarbeit im Fachbereich Design an der HS Niederrhein und wurde in rund 12.000 Arbeitsstunden realisiert, von der Konzeption bis zum Endschnitt. Der Film wurde in der traditionellen StopMotion Technik animiert. Dabei wird das Motiv Bild für Bild ein stück weiter bewegt und abgelichtet. Insgesamt 17.280 Einzelaufnahmen wurden für den Film “Südstadt” angefertigt. Als Hauptkulisse bauten die Diplomanden einen Straßenzug mit 13 Häusern, die eine wirklichkeitsgetreue Nachbildung der Gründerzeitarchitektur in der Krefelder Südstadt ist. Für die fünf Figuren des Films wurden spezielle Animationspuppen handgefertigt und mit liebevoll geschneiderten Kostümen versehen. Um den Figuren ein lebendiges Miemenspiel zu verleihen, mussten rund 250 verschiedene Gesichtsausdrücke einzeln modeliert werden.
Entstanden ist schließlich ein 12,5 Minuten langer Animationsfilm mit dem Charme des Handgemachten, der, nicht ohne Humor und Ironie, eine Welt zeigt, in der Spam nicht nur virtuell die Briefkästen zum Überquellen bringt, arbeitsplätze wegrationalisiert werden und das sogenannte Prekariat sich nicht über Zulauf beklagen kann.

Heinrich Heine Filmfest

Das OASE Magazin (postpubertär, verzweifelt, multimedial) der Fachschaft Uni Düsseldorf hat unter Anderem auch uns Interviewd. Wir freuen uns sehr dabei gewesen zu sein und sogar einen ehemaligen Postboten aus unserem Südstadt Bezirk kennengelernt zu haben :)


Filmfest HHU 2007 from OASE-Magazin.de on Vimeo.

Südstadt: neuer Zeitungsartikel

WZ, 27.10.2007
von Heinz-J. Ingenpahs:

Die Gespenster der “Südstadt”
Drei Junge Designer drehen einen wundersamen Streifen.

Gerade noch froh und guter Dinge, schaukelte mit seinem Rad, die hohe Mütze auf dem Kopf, durch diese Straßen mit den blanken Giebeln; der Himmel blau, die Vorgärten aufgeräumt.
Die Arbeit hier in dieser geordneten Welt war die reinste Freude. Dann passiert es: Er, der Postbote, wird versetzt. Ab in die Südstadt. Die Post poltert bergeweise übers Laufband herab-unnützes Zeug wird er austragen müssen, dazu Gerichtsentscheide, Mahnungen, Kündigungen.

Knapp 13 Minuten lang ist dieser Animationsfilm vom traurigen Scheitern einer mit viel Charme und Ironie ausgestatteten Figur, die ihrer Aufgabe nicht mehr gewachsen ist. Produziert wurde der Film von einem jungen krefelder Designer-Trio mit dem Markennamen “sputnic”: Malte Jehmlich, Nicolai Skopalik und Nils Voges. Das Drehbuch schrieb Klaus Schmidt, die Musik dazu, die alle Stimmungen wunderbar nachfühlt, machte Philip Lethen.
“Südstadt” so heißt der Film, entstand als Diplomarbeit im Fachbereich Design an der Hochschule Niederrhein. Runde 12 000 Arbeitsstunden kamen zusammen, ebenso 18 000 Einzelaufnahmen, 100 große Bögen Pappe, 20 Sekundenkleber, um etwa den aus 13 Häusern bestehenden Straßenzug der düsteren “Südstadt” im Modell herzustellen und die Kostüme der Animationsfiguren zu fertigen.

Der Film erinnert in einigen Szenen an Murnaus expressionistischen Nosferatu-Film oder aber auch an die wunderbaren Filme mit Tati, dem wildgewordenen Briefträger. Ein Film mit viel Blues im Blut, einer von der skurrilen heiter-ironisch gestimmtenSorte, wie man sie früher gerne als Vorfilm im Kino sah.

Die Geschichte wird im Bild knapp umrissen. Der traurige Held strampelt schwankend und verzweifelt mit immer dicker werdenden Posttaschendurch die nun düster gewordenen Straßen mit den grauenb Fassaden und leerstehenden Läden. Eine Art Vampir treibt sich in den dunklen, mit Sperrmüll gefüllten Ecken herum, ein seltsamer Mensch mit Helm stößt in ein Horn, wenn der Postbote auf der Bildfläche erscheint, und ein anderer, verhärmt und ängstlich, als ob er ein per Brief zugestelltes Todesurteil fürchtet, knallt ihm die Türe vor der Nase zu. Die Briefkästen quellen über, spucken zuletzt die Briefe zurück. Es ist ein Alptraum. Dann wunderbar die letzte Szene: Der Postbote, der in seinem Zimmerchen die unzustellbare Post zu Bergen getürmt hat. sitzt. unrasiert und abgerissen, am Ende mit den andern Figuren auf der “Südstadt”-Straße und stößt mit ihnen auf eine Flasche Bier an.

Ein Film der einfühlsam ein Stück Sozialgeschichte erzählt, sich gleichzeitig auch ein Bild von dieser an vielen Ecken maroden Stadt macht. Und ein kleines Stück Kunst auch.

Zu sehen ist der Filmdemnächst unter Anderem am 3. und 4. November beim Art-Saturday im Mönchengladbach (Saturn Markt in MG und Rheydt) sowie am 22. November beim Filmfest2007 an der Heinrich Heine Universität in Düsseldorf.

Artikel in der Rheinischen Post

Als Ankündigung für die Premiere am Montag hat die Rheinische Post einen Artikel über uns geschrieben!

hier auch online zu lesen

RP, 22.09.07, von DANIEL SIEBEN

Jetzt kinoreif: die Südstadt
Drei Krefelder Studenten haben einen faszinierenden Animationsfilm über einen schwierigen Stadtteil erstellt. Hauptdarsteller: ein Briefträger, der unter seiner Versetzung aus dem schönen Forstwald leidet. Am Montag hat der Film in der Fabrik Heeder Premiere.

Krefeld, Südstadt – ein Viertel mit Problemchen und Problemen, mit buntem Leben und belebten Straßen. Nicht blitzblank, aber immer trotzdem oder gerade deswegen schön. So haben die drei Krefelder Studenten Malte Jehmlich, Nils Voges, und Nicolai Skopalik ihre Wohngegend stets erlebt. Also war es für die drei Kommunikationsdesigner naheliegend, ihre Erlebnisse im Rahmen ihrer Diplomarbeit mit einem Puppentrickfilm zu verarbeiten. –

Schnell waren Berge von Papier mit Südstadt-Erlebnissen gefüllt, ein Drehbuch musste her. Sie wandten sich an Klaus M. Schmidt. Der Kulturjournalist und ehemalige „Kresch“-Dramaturg formte aus dem Sammelsurium an Alltagsszenen einen dramatischen Konflikt. Der Hauptdarsteller: ein Briefträger, der von Tag zu Tag mehr unter seiner Versetzung vom Forstwald in die Südstadt leidet, den finstersten Bezirk der Stadt.

Er hortet die Briefe zu Hause

Die Schwierigkeiten, die Post pünktlich und ordentlich zuzustellen werden immer größer, defekte Briefkästen, fehlende Hausnummern und andere dunkle Gestalten machen ihm das Leben schwer. Er beginnt Berge von Briefen in seiner Wohnung zu horten.

Jeder der drei Designer Jehmlich, Skopalik und Voges – zusammen bilden sie schon seit 2004 das Designerkollektiv „sputnic“ – hatte seinen Teilbereich. So stellte Malte Jehmlich in einer Vorstufe der Produktion – „animatic“ genannt – mit Bildern die spätere Schnittfolge dar. Im Rahmen der Set-Planung zogen die „Sputnics“ zwei Tage durch die Straßen der Südstadt und fotografierten. Dann wurden typische Häuser mit Gründerzeit-Ornamenten, Satelliten-Schüsseln und Kaugummi-Automaten nachgebaut. „Pro Haus haben wir gut einen Tag gebraucht, ohne Details“, erzählt Nils Voges.

Nicolai Skopalik baute derweil die Puppen – eine Wissenschaft für sich, wie sich herausstellen sollte. Schließlich mussten Arme und Beine später im Millimeterbereich weiterbewegt werden, um der Stop-Motion-Aufnahmetechnik gerecht zu werden. Mehr als 60 verschiedene Mundpartien wurden modelliert, um Mimik in die Gesichter der Hauptdarsteller – Figuren im Maßstab 1:5 – zu bringen. Mit einer Spiegelreflexkamera wurden etwa 17 000 Einzelbilder geschossen. Neben den detailgetreu genähten Kostümen der Puppen, bei denen durchaus die ein oder andere Nähe zu echten „Protagonisten“ des Stadtteils deutlich wird, wurde auch die Filmmusik professionell produziert. Fotograf und Musiker Philip Lethen und seine Band haben sie eingespielt.

„Sputnic“ wird auch weiterhin als Firma aktiv bleiben. „Wir haben unser Spektrum durch die Diplomarbeit (Note 1,0) um die Animationstechnik erweitert, so dass wir künftig auch Kinowerbungen oder ähnliches auf diese Weise produzieren können“, sagt Voges.

WZ artikel über sputnic

in der heutigen WZ ist ein Artikel über den anstehenden Film Suedstadt zu lesen.
hier

Leider auch mit einigen Fehlern: unser dritte Mann heisst Skopalik mit Nachnamen und die Musik wird ausschließlich von Philip Lethen gemacht…

WZ 25.07.2007, Von Heinz-J. Ingenpahs
Vampir in der düsteren Südstadt
Von den Albträumen eines Briefträgers: Designer- Trio dreht einen Film.

Krefeld. Schön ist es nicht im Süden der Innenstadt, hinterm Bahnhof: graue Häuser, nacktes Mauerwerk, schmuddelige Ecken, leerstehende Läden, kaputte Briefkästen. Wer über knarrende Treppen in die zweite Etage eines alten Wohnhauses an der Gladbacher Straße steigt und in verwinkelte Räume tritt, hat alles das alles noch einmal vor sich: graue Fassaden. . . Nur hier sind sie kniehoch und stehen in Regalen.

Die Design-Studenten Malte Jehmlich, Nicolai Skoplai und Nils Voges haben hier unter dem Signet „Sputnic“ ihr Atelier eingerichtet, ein Filmstudio. Für ihre gemeinsame Examensarbeit an der Hochschule Niederrhein drehen sie einen StopMotion-Animationsfilm. Die Häusermodelle haben sie aus Pappe und Sperrholz gebastelt, dabei winzigste Details nicht vergessen, etwa eine Satellitenschüssel, verblasste Firmenschriften, dunkle Winkel.
Die Band von Markus Maria Jansen liefert die Musik zum Film

In einer anderen Ecke des Ateliers liegen fünf Knetgummi-Puppen, so groß wie die Häuser. An anderer Stelle erblickt man in einer Kiste wohl 30 verschiedene Kinnläden. Sie gehören zur Figur eines Briefträgers, dessen tragische Geschichte die Jungdesigner zwölf Minuten lang (24 Bilder pro Sekunde) erzählen wollen.
Das Trio ist nicht unerfahren in all diesen komplizierten Vorgängen, angefangen bei Entwurfszeichnungen zu jeder einzelnen Szene. Hinterm Vorhang steht der Set – auf einem alten Küchentisch. Die drei Krefelder hat schon Musik-Videos und eine DVD für die Krefelder Band Jansen produziert, für Kresch, das Schlosstheater Moers und das Theater in Münster gearbeitet. Jansen wird dem hier entstehenden Streifen die nötigen musikalischen Akzente geben.

„Wir haben uns auf ein Abenteuer eingelassen“, meint Malte Jehmlich, der die Vorzeichnungen für jeden Set schuf. Allein für den Puppenbau ging ein halbes Jahr ins Land. Dann wurde die Kulisse für jede kleinste Szene neu montiert und gefilmt, anschließend der Streifen mit den Figuren darüber gelegt. Das Drehbuch dazu hat der Krefelder Journalist und Dramaturg Klaus M. Schmidt verfasst. Acht Minuten sind schon fertig. Die Zeit drängt, denn die Premiere steht fest: am 24. September um 20 Uhr in der Fabrik Heeder.

Das Trio erzählt eine skurrile, heiter-ironisch gestimmte und auch traurige Geschichte: Ein kleiner Briefträger wird aus der „Klarstadt“ mit schönen, geordneten Reihenhäusern in die „Südstadt“ versetzt.
Und Briefkästen spucken die Mahnbriefe wieder zurück

Seltsame Figuren begegnen ihm dort: eine Art Vampir, der als drohende Silhouette in düsteren Winkeln sein Unwesen treibt; ein Uniformierter, der ein misstönendes Horn bläst; ein Mensch, der dem kleinen Briefträger die Türe vor der Nase zuschlägt; ein großer, bedrohlich knurrender Hund. Die Briefkästen quellen über. Die Briefe – Rechnungen, Mahnbescheide – spuckt der Briefkastenschlitz bald zurück. Unzustellbar. Am Ende fällt der bedrückte Held in einen Albtraum, erwacht und findet sich in seiner Wohnung, in der sich die Briefe zu Bergen stapeln, wieder.

Manche dieser Szenen erinnern an die Qualität jener Kurzfilme, die in den 60er Jahren in Polen oder der Tschechoslowakei die Kunstfilmszene beherrschten und in den deutschen Kinos als künstlerische Zugabe vor dem Hauptfilm gezeigt wurden.